Zur Zeit überschlagen sich wieder einmal die Meldungen zur nächsten Gesundheitsreform.

Nach neuesten Informationen (30.08.2004) sollen die Änderungen beim Zahnersatz ausgesetzt werden.

Die "Rheinische Post" kommentierte die insbesondere von SPD und CSU verursachten öffentlichen Diskussionen über eine eventuelle Rücknahme der gesetzlichen Regelungen zum Zahnersatz wie folgt:

"Man muss sich die Zahnersatz-Argumentation auf der Zunge zergehen lassen:

Wenn von jedem einzelnen Versicherten derselbe Einheitsbeitrag erhoben wird, entstehen angeblich gigantische Bürokratiekosten. Wenn aber für jeden einzelnen das Einkommen ermittelt werden muss, davon Freibeträge abzuziehen sind und schliesslich ein je nach Ergebnis höherer oder niedrigerer Beitrag verlangt werden muss, dann ist das scheinbar ohne zusätzliche Bürokratie zu machen. Fuer diese originelle Logik braucht man eine spezielle Sehhilfe: Die Strukturbrille von Ulla Schmidt und Horst Seehofer. Die beiden haben offenbar gemerkt, dass die Einheitsprämie für Zahnersatz wie ein Kuckucksei im Nest des Gesundheitssystems liegt. Denn damit hält ein Denken Einzug, nach dem die Leistung über die Beiträge entscheidet und nicht mehr das Einkommen..."

Quelle: "RP" vom 23.08.04