Vor 50 Jahren, am 3. Februar 1954, eröffnete Dr. Walter Wild seine Praxis in der Neckarstraße 48 B (heute Willy-Brandt-Straße).
Eigentlich war der Sprung in die Selbstständigkeit ja schon für 1949 geplant. So sollte die Praxis auf dem elterlichen Ruinengrundstück entstehen, das sich dort
befand, wo heute das Planetarium steht. Praxis und Wohnhaus waren schon komplett geplant und lagen dem Baurechtsamt vor. Die Stadt erteilte jedoch einen Baustopp, und andere Räumlichkeiten mussten gefunden werden.
Auf 78 Quadratmetern entstand die erste Praxis mit Wartezimmer, Sprechzimmer, Labor, und, da sie auch gleichzeitig noch Wohnung war, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Minibad.
|
|
|
|
|
1955
|
1955: Praxiseingang
|
1955: Behandlungseinheit
|
|
Schon von Anfang an sorgte Herr Artur Hohbach und seine Frau Christel für eine hohe Qualität im Praxislabor, für die damalige Zeit eine sehr fortschrittliche Einrichtung.
|
|
|
|
|
1955: Artur Hohbach
|
1955: Wartezimmer
|
1955: Behandlungsstuhl
|
|
Nach der Geburt der Tochter Gitta 1956 wurde der Raum mit der Zeit zu eng und die Wohnung wurde in den dritten Stock verlegt.
So konnte aus dem Wohnzimmer das zweite Sprechzimmer entstehen, das Schlafzimmer wurde zunächst untervermietet.
Ein Neubeginn damals bedeutete eine harte, arbeitsame Zeit. Das Praxiseinnahmebuch beginnt am 27.2.1954 mit der Einnahme von DM 5.—.
Und erst am 22.03.1954 folgt der zweite Eintrag mit immerhin schon DM 14.—. An vieles denkt Dr. Walter Wild jedoch mit positiven Erinnerungen. Angenehm war der bescheidene, zuvorkommende Umgang der Menschen untereinander.
Außerdem war es damals wesentlich leichter, sich auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren. Das System der Kostenerstattung bei den Krankenkassen und Versicherungen war viel einfacher, so dass die Bürokratie auf ein Minimum
beschränkt war. Obwohl schon 1958 ein Assistenzzahnarzt eingestellt wurde, der auch bald ausgelastet war, konnte die Schreibtischarbeit von einer Helferin
in der Regel in etwa zwei Stunden täglich erledigt werden. Heute sind trotz sofortiger Leistungserfassung hierfür bei uns fünf Vollzeitkräfte und fast 40
Computer notwendig (allein für die neue Praxisgebühr brauchen wir eine Halbtagskraft). Dafür dauert die Vorbereitung für eine Krone dank Turbinen mit 400.000 Umdrehungen/min und Diamantinstrumenten auch keine Stunde mehr,
eine Erleichterung für Patient und Zahnarzt.
|
|
|
|
|
1955: Behandlung
|
1955: Bohren mit dem Doriot-Gestänge
|
1955: Praxismotto
|
|
1954 gab es weder Turbinen noch diamantierte Bohrer. Das Handstück zum Bohren wurde über ein Seilsystem angetrieben — einige unter Ihnen werden
sich sicher noch an die starke Vibration und das Geräusch erinnern — Wasserkühlung war noch unbekannt.
1961 gab es dann schon die ersten Turbinen mit Wasserkühlung.
1968 wurde aus dem früheren Schlafzimmer das dritte Behandlungszimmer, und mit diesem Raum kam auch das erste Rundum-Röntgengerät.
Die siebziger Jahre brachten neue Behandlungseinheiten. Liegende Behandlung und vierhändiges Arbeiten erhöhten die Übersicht und die Qualität
und verminderten die Rückenprobleme.
|
|

|

|
|
1973: Assistenzärztin
|
1978: Christel und Artur Hohbach im Labor
|
1978: Ruth Wild und Dr. Walter Wild bei der Behandlung
|
|
Wichtige Neuerungen brachten auch die achtziger Jahre. Im Bereich hochwertiger Zahnheilkunde war ein Innovationsschub zu verzeichnen, der auch
in die Praxis Dr. Wild Einzug fand.
|
|
|
|
|
1981: Behandlungszimmer 1
|
1984: Praxiscomputer
|
2004: Server heute
|
|
Schon 1984 wurde ein Computer zur Abrechnung eingesetzt, anfänglich noch
ohne Festplatte. 1986 stieg Dr. Ulrich Wild in die väterliche Praxis mit ein und so konnte das Behandlungsspektrum erweitert werden. Insbesondere in den
Bereichen der Implantologie und keramischer Versorgungen wurden viele Neuerungen umgesetzt. Die vorhandenen Räumlichkeiten in der Neckarstraße
erwiesen sich nun als zu klein, und die Praxis wurde zu Anfang 1987 in die Charlottenstraße 4 verlegt. Dort war dann auch die Möglichkeit gegeben, professionelle Prophylaxe anzubieten, um der modernen Entwicklung im
Bereich der Vorsorge und der schonenden Behandlung von Parodontalerkrankungen zu entsprechen.
|
|
|
|
|
|
1987: Charlottenstraße 4, Rezeptionsbereich
|
|
|
|
|
|
1987: Behandlungszimmer 2 und 3 in der Charlottenstraße
|
1987: Bernd Hohbach im Labor in der Charlottenstraße
|
|
Im Praxislabor kam Artur Hohbach‘s Sohn Bernd hinzu, der eine
Spezialausbildung für ästhetische Keramik-Verblendungen mitbrachte.
Im Jahr 1991 wurde schließlich die Gemeinschaft um Frau Dr. Svenja Hitzler erweitert.
Ein weiterer Umzug aus Platzmangel erfolgte 1993, und seither treffen Sie uns
im so genannten Charlottenhochhaus an. Die Raumaufteilung ist geradezu ideal für eine Gemeinschaftspraxis mit mehreren Behandlern. Es konnte ein zentraler
Sterilisationsraum eingerichtet werden, was den Behandlungsablauf durch kurze Wege wesentlich vereinfacht.
Das Praxislabor wurde in ein gewerbliches Labor umgewandelt, die SCHWABEN-DENTAL GmbH, jetzt unter der Geschäftsführung von
Zahntechnikermeister Rüdiger Ludwig und der Leitung von Bernd Hohbach. Ein gewerbliches Labor mit 10 beschäftigten Technikern hat eher die
Möglichkeiten, moderne Geräte für qualitativ hochwertige Arbeiten anschaffen zu können. Die enge räumliche Verbindung sorgt für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und Zahntechnikern.
Schon 1997 wurde mit Herrn Dr. Oliver Klenk ein weiterer Partner in die
Gemeinschaft aufgenommen. Dies ermöglichte es uns auf vollen Schichtbetrieb umzustellen. Seither ist unsere Praxis täglich von 7 Uhr bis 21 Uhr geöffnet
(Verwaltung und Terminvergabe erreichen Sie von 8 Uhr bis 20 Uhr), um flexibel Termine anbieten zu können. Auch das Labor SCHWABEN-DENTAL ist zu
diesen Zeiten besetzt, um mit vollem Service zur Verfügung zu stehen.
Seit dem 01.03.2000 ist die Praxis auch Samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.
Anfang 2003 trat mit Frau Dr. Evelyn Sack eine weitere Partnerin in die Gemeinschaft ein. Dies ermöglichte es uns, Raumprobleme in der Chirurgie,
Prophylaxe und der Verwaltung zu lösen. Seit Mitte 2003 befinden sich daher der Praxiseingang mit Empfang, das Wartezimmer und die Prophylaxezimmer im Erdgeschoss des Hochhauses.
|
|
|
|
|
2003: Rezeption
|
Prophylaxe1
|
Prophylaxe2
|
|
Direkt darüber befindet sich nach wie vor das Labor SCHWABEN-DENTAL mit dem neu gestalteten Zahnpflegeshop, in dem Sie von uns empfohlene
Zahnpflegeartikel zu äußerst günstigen Preisen erstehen können.
|
|
|
|
2003 Schwaben Dental GmbH, Zahntechnisches Labor
|
2003 Prophylaxe-Shop
|
|
In der bisherigen Praxisetage, ein weiteres Stockwerk höher, verbunden durch
Aufzug und Treppe, konnten wir für Sie ein weiteres Behandlungszimmer und einen speziellen Raum für chirurgische Eingriffe schaffen.
|
|
|
2003: Raum für operative Eingriffe
|
|
Dr. Wild senior, der im Alter von über 85 Jahren noch Patienten betreut, die ihm
über 50 Jahre lang treu geblieben sind, stellt rückblickend fest, dass ein großer Teil des Erfolgs einer kontinuierlichen fortschreitenden Entwicklung entspringt.
Erfahrungswerte spielen hierbei eine große Rolle. Bei aller Bereitschaft, auf Neues einzugehen, sollte nicht auf Bewährtes verzichtet werden, um die
Behandlung auf eine solide Basis zu stellen. Mit dem Wunsch, eine moderne Behandlung zu bieten und dem Patienten gleichzeitig durch Konstanz Sicherheit zu geben, blicken wir der Zukunft entgegen.
Diese wird durch weiter verstärkte Eigenverantwortung des Patienten geprägt
sein. Der selbst zu bezahlende Anteil an medizinischen Leistungen wird sicher weiter zunehmen. Unter dem verantwortungsbewussten Teil der Bevölkerung
wird sich dies in zweierlei Hinsicht auswirken. Zum einen wird die Vorsorge zur Verhinderung von Zahnerkrankungen weiter an Bedeutung gewinnen. Viele
werden lieber frühzeitig regelmäßig etwas Zeit und finanzielle Mittel mit langfristigem Nutzen investieren. Zum anderen wird das Qualitätsbewusstsein
zunehmen. Wenn man schon Geld ausgeben muss, dann sollte es schon etwas Schönes und Haltbares sein.