|
Zahnverfärbungen, vor allem im Frontzahnbereich, können eine erhebliche ästhetische, und damit auch psychische Beeinträchtigung darstellen.
Verfärbungen haben unterschiedliche Ursachen: Zum einen handelt es sich um oberflächliche Beläge, die durch Rauchen, Kaffee, Tee, Rotwein und vieles
andere hervorgerufen werden. Hier bringt schon eine professionelle Zahnreinigung oder eine Air-flow-Behandlung (ähnlich einem Pulverstrahlgerät) einen kosmetischen Erfolg.
Liegt keine äußerliche Verfärbung vor, handelt es sich um eine Verfärbung oder Verdunklung der Zahnhartsubstanz. Dies wird in erster Linie verursacht
durch natürliche Einlagerung von Farbstoffen über Jahre und Jahrzehnte. Ebenso können Medikamente während der Zahnentwicklung Verfärbungen verursachen.
Verfärbt sich ein einzelner Zahn, handelt es sich fast immer um einen abgestorbenen Zahn. Solche Zähne können innerhalb weniger Monate extrem dunkler
werden.
Bleichen beruht auf der Wirkung von Sauerstoff, der aus Wasserstoffperoxyd (H2O2 ) freigesetzt wird. Bei der Anwendung des
Bleichmittels unterscheidet man zwischen toten und lebenden Zähnen: Tote Zähne bleicht man von innen, lebende von außen.
Tote Zähne: Da tote Zähne immer eine erhöhte Bruchgefahr aufweisen, sollten sie grundsätzlich überkront werden. In einigen wenigen
Ausnahmefällen kann bei sehr stabilen und wenig gefüllten Zähnen das Bleichen zur Verbesserung der Ästhetik genügen. Das Bleichmittel wird dabei in das Zahninnere eingebracht und mit einer provisorischen
Füllung abgedeckt. Nach ein paar Tagen kann der Zahn schon die gewünschte Farbe haben, andernfalls wird die Einlage wiederholt und nach Erreichen des gewünschten Erfolgs wird der Zahn definitiv mit einer weißen
Kunststofffüllung verschlossen.
Lebende Zähne: Hier wird das Bleichmittel von außen aufgebracht.
Es gibt zwei Möglichkeiten:
Bleichen in der Praxis:
Hier wird das Bleichmittel nach Abdeckung das Zahnfleisches auf die Zähne platziert und durch eine spezielle Licht- bzw. Wärmelampe für
mehrere Minuten aktiviert. Hierdurch kann das Bleichen in 1 - 2 Stunden komplett erfolgen.
Homebleaching:
Nach einem Abdruck der Zähne wird vom Zahntechniker eine Bleichschiene angefertigt. Diese Schiene enthält Aussparungen an den
Zahnflächen, die gebleicht werden sollen. Darin wird das Bleichmittel als Gel eingefüllt und die Schiene pro Tag für jeweils einige Stunden zu Hause getragen. Da auch gebleichte Zähne im
Laufe des Lebens wieder ihre Farbe verändern, kann man diese Schiene wiederverwenden, falls ein erneutes Bleichen gewünscht wird. Da kein perfekter Zahnfleischschutz angebracht
werden kann, sind die Bleichmittel weniger konzentriert, das Bleaching dauert einige Tage bis Wochen.
Zahnfarbene Füllungen aus Kunststoff lassen sich aber nicht aufhellen und müssen eventuell nach der Bleichtherapie ausgetauscht werden.
Beim Homebleaching kann es manchmal während des Behandlungszeitraumes zu einer Überempfindlichkeit des Zahnfleisches oder der
Zähne kommen. Nach einer kurzen Behandlungsunterbrechung klingen diese Beschwerden aber rasch wieder ab. Bleibende Schäden an den Zähnen oder am Zahnfleisch sind sicher nicht zu befürchten.
Da es sich beim Aufhellen von Zähnen um ein rein ästhetisches Anliegen handelt, werden die Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen.
Eine Bleichtherapie führt immer zu einer ästhetischen Verbesserung. Sehr intensive Verfärbungen werden meistens innerhalb
kürzerster Zeit aufgehellt, während geringfügigere Verfärbungen oft erst nach mehreren Tagen ansprechen.
|