1. Halbjahr 2000:

Frau Renate Schmutzer

Im Vordergrund steht die Freude an den Arbeiten sowie das Spiel mit den Farben und dem Zubehörmaterial. Vom klassischen Leistungsgedanken muss Abstand genommen werden. Vom künstlerischen Spektrum erweitere ich ein freies Spiel von Form und Farben in Bildern aus allen Techniken wie Öl, Acryl, Aquarell, sowie neuerdings auch Collagen.

Im Mittelpunkt meiner Bildaussagen stehen Mensch und Natur, wobei in letzter Zeit immer mehr der Hang zur gegenstandslosen Malerei in den Vordergrund tritt. Ein beliebtes Thema ist das Aktzeichnen. Hier erfolgt eine jahrelange ständige Weiterbildung durch die Teilnahme an Abenden für Aktzeichnen wie zum Beispiel bei den Künstlern der Filder oder auch an Kunstschulen. Für mich ist der Weg des Wahrnehmens und Wiedergebens ein Schwerpunkt. Das Malen und Zeichnen ist daher ein zusätzlicher Lebenspunkt geworden. Auch der kollegiale Kontakt unter Gleichgesinnten und die Kritik unter künstlerisch Arbeitenden sind mir sehr wichtig.

Ein weiteres Charakteristikum meiner Bilder stellt der Umgang mit Linie, Fläche und Oberfläche dar. So kann die Linie durchaus ehrlich und direkt als schwarzer Strich gezogen zu einer von der Farbfläche und ihren Grenzen unabhängigen und freien Existenz führen.

Persönliche Eindrücke von einer Vielzahl von Reisen werden in den Bildern mitverarbeitet. Sehr häufig steht dabei der Mensch im Vordergrund. Die Palette erstreckt sich hierbei  von dem sein Nachtquartier verlassenden schwarzen Mitbürger San Franciscos über einen alten Mann in Portugal bis zum Drehorgelspieler auf der Fischerbastei in Budapest.

Stets bin ich bemüht, meine Bilder auszustellen und der Öffentlichkeit zu zeigen, denn das Bild an der Wand kann den ganzen Raum und alles, was darin ist, mit seiner Botschaft erfüllen. Auch an Wettbewerben mit festgelegtem Themenkreis nehme ich gerne teil, und wie aus meiner Biographie ersichtlich hat dies auch schon zum Erfolg geführt.

Jeder Künstler freut sich natürlich sehr über eine Auszeichnung, doch genauso freut es mich, wenn mein Werk erworben wird, denn der Kauf meiner Bilder bestätigt mich in meiner Arbeit. So befinden sich viele meiner Gemälde im öffentlichen und privaten Besitz.

Die Betrachtung von Bildern verzaubert oder schockt den Menschen, kann erregen oder befremden und erinnert an noch nicht in Worte Gefaßtes.