1. Halbjahr 2001:

Frau Stephanie von Hackwitz

Die Bilder der Malerin Stephanie v. Hackwitz leben allein aus der Farbe, auch wenn die Künstlerin von bestimmten Themen ausgeht. Sie drückt Empfindungen wie Freude,  Trauer, Ängste und Hoffnung mit gestischem Farbauftrag aus, in vielen Schichten überlagern sich die einzelnen Töne und führen zu perspektivischen Überraschungen.

Es entstehen Farbräume, neue Zuordnungen und sehr expressive        Stimmungen. Leuchten aus der Tiefe wird noch intensiver durch die Kontrastierung mit der Gegenfarbe. Geschwungene Linien führen den Blick des Betrachters wie auf einem Spaziergang durch die Stimmungspfade des Bildes, verknäueln sich, laufen parallel oder werden zu zeichenhaften Kürzeln wie magischen Andeutungen einer geheimnisvollen Welt.

Man glaubt Gesichter zu sehen, doch gleich darauf schiebt sich ein Bogen in den Vordergrund; man meint eine Blüte oder eine Figur zu erkennen, doch ein Schleier verhüllt das Angedeutete.

Die Bilder von Stephanie v. Hackwitz bieten immer neue Facetten und erschließen sich dem Betrachter immer anders, immer neu, sie spiegeln seine Phantasie, die das Betrachten zum Erlebnis macht.